Wechsel auf Winterreifen – was Sie jetzt wissen müssen

19. Oktober 2017

Auch wenn sich der Herbst noch von der sonnigen Seite zeigt, sind Winterreifen im Vergleich zu den Sommerpneus schon jetzt die bessere Wahl. Aus diesem Grund sollten Sie sich – falls noch nicht erfolgt – umgehend um einen Termin zum Reifenwechsel kümmern.

Eine Grundsatzregel zu Winterreifen lautet: Von Oktober bis Ostern – oder kurz: von O bis O. Gemeint ist damit die Zeit, in der die Pneus für den winterlichen Einsatz aufgezogen sein sollten. Sommerreifen haben ab bestimmten Witterungsverhältnissen nichts mehr auf der Felge zu suchen! Winterreifen bieten den Vorteil, dass sie eine deutlich weichere Gummimischung und ein anderes Profil haben. Beides führt dazu, dass die Reifen auch bei niedrigen Temperaturen, Schnee und Eis mit einem besseren Grip auffahren können.

Seit 2010 ist eine sogenannte „situative Winterreifenpflicht“ in der Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben. Wer dagegen verstößt und sein Fahrzeug weder mit Winter- noch Allwetterreifen ausstattet, obwohl es die Straßenverhältnisse erfordern, muss mit einem Bußgeld von bis zu 80 Euro rechnen. Wer noch einen Satz Winterreifen aus der letzten Saison besitzt, sollte zunächst überprüfen, ob diese auch noch für den erneuten Einsatz taugen. Der Gesetzgeber schreibt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor – Automobilclubs empfehlen hier allerdings eine Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern. Ist die Profiltiefe noch in Ordnung, sollte noch einmal das Alter der Reifen überprüft werden. Nach Empfehlung sollten die Winterpneus nicht älter als maximal acht Jahre sein. Weisen die Reifen aber schon vorher Verhärtungen, Risse oder spröde Stellen auf, sollten sie auch schon früher umgehend ausgetauscht werden.